Vancouver meine große Liebe

Vancouver hat mich in seinen Bann gezogen und das ab der allerersten Sekunde. Bisher war ich dreimal dort und jedes Mal fühlte sich der Abschied an, als würde man seinen Lieblingsmenschen zurück lassen. Vancouver zeigte mir, dass die Summe unterschiedlicher Kulturen die Qualität dieser Stadt formen. Ich lernte, dass Menschen offen sind für Andere und Anderes. Wenn ich die Füße in den Sand am Kits Beach grabe und am Horizont Grouse Mountain und Mount Seymour sehe, dann fühle ich mich zu Hause.

 

Vancouvers Geografie und Sehenswürdigkeiten

Es gibt Reiseführer en masse, die über die Lage Vancoucers auf der Burrard-Halbinsel und die wundervollen Sehenswürdigkeiten berichten. Für mich spielt Sightseeing im herkömmlichen Sinne keine große Rolle. Natürlich habe ich mir den Stanley Park angesehen und bin mit der Sky Train gefahren. Ein Ort den ich jedes Mal aufs Neue besonders finde ist Granville Island. Unterhalb der Granville Street Bridge liegt die kleine Halbinsel, die vor allem für ihren Public Market bekannt ist. In den riesigen Hallen reihen sich die Stände aneinander. Hier gibt es alles was das Herz begehrt, von frischem Obst und Gemüse bis hin zur Schokolade.

Doch ich lasse mich lieber treiben. Fahre in die Stadt und begegne Menschen, die mir ihre Geschichte erzählen und für einen Moment teilhaben lassen, an Ihrem Leben. Das macht für mich das Reisen aus, nämlich Menschen zu treffen, aber auch für mich zu sein und die Natur zu genießen.

Zum Glück leben meine Tante und mein Onkel in Vancouver, so habe ich jedes Mal die Möglichkeit nicht als Tourist in diese Stadt zu kommen, sondern ein Stück weit hier zu leben. Das von den Kanadiern liebevoll genannte Raincouver ist zu meinem zweiten zu Hause geworden.

 

Kulinarisches in Vancouver

Wer gutes Essen mag, der findet in Vancouver viele Orte, an denen man es sich schmecken lassen kann. Ich selbst habe hier Sushi kennen und lieben gelernt. Ein kanadischer Gaumenschmaus, dem ich so gar nichts abgewinnen kann, ist Poutine. Pommes mit einer brauen Soße übergossen und getoppt mit zerlaufenem Käse – man kann auch nicht jeden Hype mitmachen. Ich genieße lieber die indische und malaysische Küche, die in Vancouver vertreten ist. Auch die deutsche Community findet in Vancouver ihren Platz in Form von Bars, Restaurants und Meetup Gruppen.

 

Camper Touren in BC

Eine Tour mit dem Camper oder einem Wohnwagen durch die North Shore Mountains ist für mich Freiheit in Perfektion. Wann immer es möglich ist packen mein Onkel und ich den Camper, den er auf seinen Dodge RAM gebockt hat und fahren raus. Durch North Vancouver raus aus der Zivilisation und rein in die Natur. Wir halten wo es uns gefällt, machen Feuer, essen Smores und lehnen uns in unseren Campingstühlen zurück, wenn die Sonne unter gegangen ist. Hier draußen laufen die Uhren langsamer, werden die Gedanken freier. Nirgendwo habe ich je schönere Plätze an kleinen Seen gesehen, oder den Ausblick von einem Berg mehr genossen als hier. Und beim Gedanken an die Bären und Elche die hier tatsächlich in freier Wildbahn leben, kann einem schon auch mal mulmig werden.

 

Gedanken aus der Ferne

Wenn ich an Vancouver denke, fühle ich sofort eine gewisse Wärme in mir. Vielleicht weil mir diese Stadt schon so vertraut ist – dabei gibt es noch so viele Dinge, die ich dort erleben möchte. Ich bin zwar schon einmal mit der Fähre nach Vancoucer Island gefahren, doch die vielen wundervollen Orte wie zum Beispiel Tofino, habe ich noch nicht besucht. Ich möchte gerne in der Nacht Grouse Mountain besteigen um die Sonne über Vancouver aufgehen zu sehen. Ich möchte Nordlichter sehen und so vieles mehr. Eine Reise nach Vancouver bedeutet für mich immer auch eine Auszeit für die Seele. Hier kann ich mich fallen lassen und bin angekommen.

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